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Andrei Kolomiitsev


Cembalo

Andrei Kolomiitsev
 

Andrei Kolomiitsev ist einer der interessantesten und gefragtesten russischen Orgel- und Cembalo-Interpreten, 1976 in Nishnij Nowgorod geboren. Sein Musikstudium absolvierte er an den Konservatorien in Nishnij Nowgorod (Klasse N.I. Balykow) und in Moskau (Klasse N.L. Starkmann).

Während des Studiums am Staatlichen Moskauer Konservatorium begann er unter der Leitung von S.L. Dishur Orgel zu spielen, machte sich dank dem Umgang mit Marija Rasputina mit der historischen Aufführungspraxis der Musik für Tasteninstrumente der 15.-18. Jahrhunderte bekannt.

2001 setzte Andrei Kolomiitsev das Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart fort, wo er Orgel (bei Prof. Jürgen Essl) und Cembalo (bei Prof. Jon Laukvik) in Studiengängen Orgel und Historische Tasteninstrumente (Historische Orgel und Cembalo) studierte und 2006 ausgezeichnet abschloss.

Darauf folgte das Orgel- und Cembalostudium bei Prof. Jürgen Essl und Prof. Jon Laukvik im Studiengang Solistenklasse/Konzertexamen Historische Tasteninstrumente, das er in Dezember 2008 ebenso meisterhaft abschloss. Während seines Studiums in Deutschland nahm Andrei Kolomiitsev an verschiedenen Orgel- und Cembalokursen (u.a. bei Wolfgang Zerer, Markus Eichenlaub, Arvid Gast, Michel Chapuis,
Pieter van Dijk, Andrea Marcon, Pier-Damiano Peretti, Lorenzo Ghielmi) sowie an Kursen für Kammermusik und Generalbass (bei
Jesper Christensen, Anton Steck, Christopher Mayer und Maria Leonhardt).

Viele Anregungen bekam er von Prof. Dr. Kenneth Gilbert während des Privatunterrichts in Paris und Chartres auf den historischen Cembali seiner berühmten Sammlung, was einen großen Einfluss auf ihn ausübte.

Andrei Kolomiitsev ist Preisträger und Finalist bei internationalen Orgelwettbewerben für alte Musik in Holland (Leiden) und in Italien (Borca-di-Cadore und Carunchio), seine rege Konzerttätigkeit führt ihn als Organist und Cembalist sowohl durch Russland, als auch ins Ausland.

Er war zu hören auf wichtigen historischen Orgeln in Russland (Akademische Kapelle in Sankt-Petersburg), in Baltikum (Ugale in Lettland), in Deutschland (St. Wenzelkirche zu Naumburg, Sankt-Jacobi-Kirche und Sankt-Katharinen-Kirche in Hamburg, Ludgerikirche in Norden u.a.), in Italien (Valle-di-Cadore, Borca-di-Cadore u.a.).

Er nahm an Orgelfestspielen „Organi Storici in Cadore“ (Italien), an „Orgelabenden in Kuskowo“ (Moskau), am Osterfestival „Lux organum“ (Sankt-Petersburg), am Moskauer Orgelfestival, an Festspielen Alte Musik: „Baroque & Classic Nishnij Nowgorod“ 2009-2014, Earlymusic 2009 St.Petersburg, „Geheimnisse der Alten Musik“ (Sankt-Petersburg, 2013-2014) und an anderen teil.

In vielen großen Musikprojekten arbeitete er mit folgenden Kammer- und Barockorchestern und Ensembles für alte Musik: Ensemble 94 Stuttgart, Kammermusikorchester  Pforzheim, Barockorchester der Händel-Akademie in Karlsruhe, Kammerorchester „Solisten von Nishnij Nowgorod“, Barock-Kapelle „Zolotoj wek“ (“Goldenes Zeitalter“), Ensemble für Alte Musik „Novaya Gollandia“, Russisches Ensemble der Alten Musik, sowie mit folgenden Musikern: Grigori Warschawskij (Orgel), Marija Uspensskaja (Cembalo), Ivo Sillamaa (Cembalo, Estland), Christopher Mayer (Barockvioline, Deutschland), Vladimir Shulyakowskiy (Barockvioline), Alexander Listratov (Barock-Violoncello) u.a. zusammen. 

Als Mitglied des Barockorchesters Capella classica hat er eine CD auf SWR-Radio mit „Psalmi vespertini“ von Johann Caspar Ferdinand Fischer aufgenommen. Andere Orgel-, Cembalo- und Ensembleaufnahmen runden seine künstlerische Tätigkeit ab.

Andrei Kolomiitsev leistet Aufklärungsarbeit: Er hält Vorträge über alte Tasteninstrumente, über historische Aufführungspraxis der Klaviermusik der 15.-18. Jahrhunderte in der Russischen Akademie für Musik Moskau (das Internationale Orgelsymposium „Orgel im 21. Jahrhundert“), in Konservatorien in Nishnij Nowgorod, Kazan und Sankt-Petersburg, in der Akademie der Künste Samara, in der Fakultät für die freien Künste und Wissenschaften im Smolny-Institut (Die Staatliche Universität Sankt-Petersburg). 

Zusammen mit dem Organisten Grigorij Warschawskij setzt er das Projekt der Aufführung sämtlicher Orgelwerke von Johann Sebastian Bach um.

Konzerte innerhalb der Reihe Solitude-Soirée 2017:
24. September

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zuletzt geändert: 19.03.2017