Interpretinnen und Interpreten 2026
Clara Hahn, Rozmurat Arnakuliyev & Johanna Pommranz

Clara Hahn ist seit Januar 2021 die 2. Organistin an der Stiftskirche Stuttgart. Ersten Orgelunterricht erhielt sie in ihrer Heimatstadt Aalen bei Thomas Haller, den sie nach der Schule auch in einem Freiwilligen Sozialen Jahr begleiten durfte. Sie studierte danach an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen, unter anderem in der Orgelklasse von Martin Kaleschke (Ludwigsburg).
Nach einem bereichernden Praxisjahr bei Stefan Lust in Münsingen nahm sie ihre Studien wieder an der Kirchenmusikhochschule Heidelberg auf, Orgelunterricht erhielt sie zunächst bei Heinrich Walther, dann bei Maria Mokhova. 2018 schloss sie mit dem Kirchenmusik-A-Diplom und einer Auszeichnung im Fach Orgel ab.
Weitere Anregungen erhielt sie in Meisterkursen, unter anderem bei Martin Sander, Chantal de Zeeuw und Zsolt Gárdonyi. Ihre erste Stelle als Kantorin war in Tamm (Württemberg), berufsbegleitend studierte sie weiterhin künstlerisches Orgelspiel bei Maria Mokhova.
Neben dem Orgelspiel an der Stiftskirche Stuttgart, geht Clara Hahn einer regen Konzerttätigkeit als Solistin und Duopartnerin nach.
Rozmurat Arnakuliyev studierte an der Tschaikowski Musikakademie in Kiew bei Prof. Nikolai Berdiev und absolvierte mit Auszeichnung. Ein weiterführendes Studium am Conservatoire National Superieur de Musique in Lyon bei Prof. André Jung, Prof. Pierre Dutot schloss er mit dem „Grand Prix“ ab. Intensive Studien verbinden ihn mit Prof. Timofei Dokshitser und Prof. Edward H.Tarr.
Er ist Preisträger etlicher internationaler Wettbewerbe und Musikfestivals.
Seine berufliche Laufbahn begann er als Solotrompeter des Nationalen Sinfonieorchesters der Ukraine und des Blechbläser-Quintetts „Ukrainian Brass“.
Rozmurat Arnakuliyev hat unter der Leitung von solchen namhaften Dirigenten wie Dimitri Kitaenko, Kent Nagano, Roman Koffmann, Virko Baley und Hobart Earle gespielt.
Von 2000 bis 2008 war er Solotrompeter im Palladium Theater Stuttgart, Ensemble Brass Akademie Stuttgart und Sakrales Brass Ensemble.
Als Solist, Kammermusiker und Orchestermusiker nahm er mehrere CDs und Fernsehsendungen auf und reiste in die USA, nach Japan, Korea und durch fast ganz Europa.
Johanna Pommranz ist eine gefragte Sopranistin im Bereich Konzert, Lied und Oper. Als Solistin war sie u.a. mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der Philharmonie Baden-Baden, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, dem Karlsruher Barockorchester und dem Württembergischen Kammerorchester beim Klassik Open Air Heilbronn 2022 und bei den Burgfestspielen Jagsthausen 2023 zu hören.
Solistische Engagements führten sie außerdem nach Frankreich, Österreich, Ungarn (Budapest Spring Festival), Spanien und auf die EXPO 2020 nach Dubai. 2024 war sie zusammen mit dem Orchestre National d’Île France und dem Choeur de Radio France unter der Leitung von Case Scaglione sowohl in der Philharmonie Paris als auch im Schloss Versailles zu hören.
Bei Isfrid Kaysers Soprankantate “In tempore” übernahm sie mit Ars Antiqua Austria die CD-Ersteinspielung, ebenso bei Händel/Telemanns „Cleofida“ die Rolle der Erixena mit Il Gusto Barocco unter Leitung von Jörg Halubek.
Auf der Opernbühne war Johanna Pommranz u.a. in Tübingen als Erminio (Jommelli „Il cacciatore deluso“), in Balingen als Diana (Offenbach „Orpheus in der Unterwelt“) und Marie (Lortzing „Zar und Zimmermann“), bei den Staufer Festspielen als Sand- und Taumännchen (Humperdinck „Hänsel und Gretel“) und am Landestheater Tübingen bei der Welturaufführung von Markus Hörings Hölderlin-Kammeroper „Im Thurm“ als Diotima zu erleben. In Kooperation mit dem Theater Heilbronn und dem WKO verkörperte sie die Rolle der Dorinda (Händel “Orlando”) unter Leitung von Michael Form und 2019 die Titelrolle in Mozarts “La finta giardiniera” unter Leitung von Case Scaglione auf der Bundesgartenschau in Heilbronn. Auch 2023 kehrte sie als Susanna in Mozarts “Le Nozze di Figaro” an das Theater Heilbronn zurück.
Johanna Pommranz studierte Gesang bei Prof. Ulrike Sonntag an der HMDK Stuttgart und schloss 2022 ihre Studien mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Meisterkurse belegte sie u.a. bei Elly Ameling, Margreet Honig, Emma Kirkby und Inge Borkh.
Neben zahlreichen Bundespreisen bei Jugend Musiziert gewann die Sopranistin mit dem Vokalsextett „Ensemble Encore“ den Amarcord Sonderpreis beim 10. Internationalen A Capella Wettbewerb 2017 in Leipzig sowie den Züblin Kulturpreis. 2021 war sie Finalistin beim “Concours International de chant baroque de Froville” in Frankreich und wurde 2023 mit einem ersten Preis beim Internationalen Vivaldiwettbewerb ausgezeichnet.